Neurologen beschäftigen sich mit dem komplexesten Organ unseres Körpers: dem Gehirn. Das Gehirn steuert über Nervenbahnen
lebenswichtige Funktionen des menschlichen Körpers. Ist dieses komplexe System gestört, können schwerwiegende Krankheiten die
Folge sein. Das Nervensystem steuert sowohl bewusstes als auch unbewusstes Denken und Fühlen. Auch Fähigkeiten wie das Lernen
oder das Erinnern sind abhängig von einem funktionierenden Nervensystem. Treten bei der Informationsübertragung Störungen auf,
fällt dies in das Aufgabengebiet eines Neurologen.
Häufige neurologische Diagnosen sind Hirntumore, Störungen des Gleichgewichtsinns, verschiedene Formen des Kopfschmerzes sowie
sämtliche Schmerzen, die einen neurologischen Ursprung haben. Zwar gibt es Krankheiten wie Epilepsien, Muskelerkrankungen oder
Multiple Sklerose, die oft auch junge Menschen betreffen, die meisten Störungen treten jedoch vorwiegend bei Patienten
fortgeschrittenen Alters auf. Häufige Erkrankungen älterer Menschen sind zum Beispiel Parkinson, Schlaganfälle, Alzheimer oder
Demenz.
Das Fachgebiet der Neurologie kennt verschiedene Untersuchungsmethoden wie das EEG (Elektroenzephalogramm), die Elektromyographie
zur Messung der Muskel-Aktivität oder die NLG zur Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeit. Den bildgebenden Verfahren überlegen
ist das MRT. Mit der sogenannten Magnetresonanz-Tomographie lassen sich genauere Ergebnisse erzielen. Die Frage, ob eine
Schädigung des Rückenmarks vorliegt, lässt sich beispielsweise mit dieser Methode am besten beantworten.
Wer eine lange Ausbildungszeit auf sich nimmt, kann im Beruf mit äußerst guten Verdienst- und Berufsaussichten rechnen.
Ein abgeschlossenes Medizinstudium und die anschließende mehrjährige Facharztausbildung sind die Voraussetzungen dafür.